Heilen oder optimieren? Serie

Medizin als Enhancement

Folge 1: Stereotaxie

Ursula, ein 15-jähriges Mädchen, wild, aufsässig und ungebärdig, wird in den 60er Jahren in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Die therapeutischen Maßnahmen bleiben erfolglos, schließlich soll Ursulas Verhalten durch eine Hirnoperation korrigiert werden. Der Eingriff schlägt fehl und hinterlässt bei ihr einen körperlichen Schaden. Unverändert aggressiv kommt sie in eine geschlossene Heilanstalt, 15 Jahre später kämpft ein junger Arzt um ihre Entlassung.

Das Filmteam begibt sich auf Spurensuche. Zunächst mit der Unrechtspraxis der Heimerziehung konfrontiert, stößt es auf die umstrittenen Methoden der Psychochirurgie, erfährt aber auch von modernen Verfahren wie der Tiefen Hirnstimulation. Es wird deutlich, dass die Indikationen für psychochirurgische Eingriffe international sehr unterschiedlich gestellt wurden und obgleich Anwendungsbereiche und Vorgehensweisen im Lauf der Jahrzehnte einen tiefgreifenden Wandel durchgemacht haben, die medizinethische Debatte nichts an Aktualität verloren hat.

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